Der analoge Tischapparat W 28 (Wählapparat 28) wurde etwa ab 1925 von Siemens & Halske entwickelt und ab 1928 von verschiedenen Herstellern für die Deutsche Reichspost gebaut. Er löste den bisherigen Tischapparat W 24 als Standardtelefon der Reichspost ab. Der W 28 ist einer der ersten modernen Tisch-Fernsprecher in kompakter Bauweise. Das Design wurde von der Deutschen Reichspost um 1927 durch einen Wettbewerb gefunden. Der 1. und 2. Preis gingen an den 21-jährigen Architekten Walter Freyn (1906–1960) aus Köln-Mülheim. Dieses recht kleine, fast quadratische Gehäuse hat aber auch Nachteile bei einer Reparatur: die meisten Bauteile befinden sich auf engem Raum im Gehäuseunterteil (nicht wie bisher üblich auf der Bodenplatte) und sind deswegen zum Teil schwer zugänglich. Das von Siemens nahezu gleichzeitig entwickelte Modell 29, unter dem Namen Hockender Hund bekannt, schaffte es nicht in die Serienproduktion.
